Station 2: Kinderspiele/-sachen Früher Heute
Acherhof-Bewohnende erzählen von früher:
Du befindest Dich bei Station 2 auf dem Entdeckerweg Acherhof. Erfahre wie Kinder früher und heute gespielt haben, drinnen oder draussen und warum Fantasie, Bewegung und gemeinsames Spielen noch immer wichtig bleiben.
Highlights dieser Station:
Kinderspiele/-sachen früher
Der Kinderalltag war stark von Einfachheit, Kreativität und Bewegung geprägt. Kinder mussten ihre Freizeit oft selbst gestalten, sodass sie auf ihre eigene Fantasie angewiesen waren. Spiele entstanden spontan, ohne feste Regeln oder Anleitung. Alles Verfügbare – Stöcke, Steine, alte Dosen oder Kreide – konnte in ein Spiel eingebaut werden.
Grosse Teile des Spiels fanden draussen statt. Strassen, Höfe, Wiesen und Wälder wurden zu Spielplätzen. Kinder waren stundenlang an der frischen Luft. Sie spielten fast immer mit Kindern aus Nachbarschaft oder Familie. Beim Spielen knüpften sie Freundschaften und entwickelten soziale Fähigkeiten.
Viele Familien hatten wenig Geld, weshalb nur wenige Spielsachen gekauft wurden. Deshalb gingen die Kinder entweder sehr sorgsam mit ihren Sachen um oder bastelten sich eigenes Spielzeug. Dies förderte Kreativität, Selbstständigkeit und Einfallsreichtum.
Spielen draussen in der Natur
Kinder verbrachten viel Zeit im Freien. Viele Spiele brauchten kaum Material und konnten überall gespielt werden:
- Verstecken und Fangen
- Seilspringen oder Gummitwist
- Murmelspiele
- «Himmel & Hölle» (Hüpfspiel mit Kreide)
Einfache Spielsachen
Spielzeug war oft selbst gemacht oder schlicht:
- Holzspielzeug (Kreisel, Bauklötze)
- Puppen aus Stoff oder Stroh
- Blechautos oder einfache Eisenbahnen
- Selbstgebastelte Dinge aus Holz, Papier oder Naturmaterialien
Gemeinsam statt einsam
Kinder spielten fast immer in Gruppen. Nach der Schule trafen sie sich draussen mit Freunden oder Nachbarkindern. Dabei lernten sie zusammenzuarbeiten, Regeln einzuhalten und Konflikte selbst zu lösen.
Viel Fantasie
Fantasie war besonders wichtig. Ein Stock konnte ein Schwert sein, eine Kartonschachtel ein Haus oder ein Auto. Rollenspiele (z. B. «Vater, Mutter, Kind») waren sehr verbreitet.
5 Fakten zu Kinderspielen früher
- Viele Kinder hatten nur wenige Spielsachen und schätzten diese besonders wert.
- Viele Spiele fand draussen statt. Die Umgebung wurde zum Abenteuerspielplatz.
- Oft stellten Kinder ihre Spielsachen aus einfachen Materialien selbst her.
- Die eigene Fantasie machte aus alltäglichen Dingen spannende Spielideen.
- Kinder verbrachten viel Zeit gemeinsam mit Freunden oder Geschwistern.
Kinderspiele/-sachen heute
Kinder spielen heute vielfältiger als früher, vor allem durch den Einfluss moderner Technik. Neben klassischen Spielen prägen viele digitale Möglichkeiten den Alltag.
Digitale Spiele und Medien
Viele Kinder nutzen heute
- Smartphones, Tablets, Spielkonsolen;
- Videospiele allein oder online mit Freunden;
- Apps, Lernspiele, virtuelle Welten.
Das Spielen findet dadurch oft drinnen statt und kann unabhängig vom Ort sein.
Bewegung und Freizeitaktivitäten
Trotz Technik spielen viele Kinder weiterhin
- auf dem Spielplatz,
- beim Sport (z. B. Fussball, Turnen),
- beim Velofahren oder
- beim Treffen mit Freunden.
Oft sind diese Aktivitäten jedoch stärker organisiert als früher (z. B. im Verein).
Kreatives und gemeinsames Spielen
Auch heute gibt es noch
- Brettspiele, Basteln oder Rollenspiele,
- Treffen mit Freunden (offline, online) oder
- Kombinationen aus digitalem und kreativem Spiel.
5 Fakten zu Kinderspielen heute
- Viele Spiele sind digital.
- Kinder spielen online mit anderen.
- Es gibt eine grosse Spielzeugauswahl.
- Viele Spiele sind schnell verfügbar.
- Technik spielt eine grosse Rolle.
Was hat sich verändert?
Das Spielen hat sich stark verändert, vor allem durch die Technik und einen anderen Kinderalltag. Heute spielen viele Kinder mit Smartphones, Tablets oder Spielkonsolen. Früher waren Kinder draussen und verbrachten dort oft Stunden mit spontanen Spielen.
Es gibt mehr Aufsicht durch Erwachsene und mehr organisierte Aktivitäten, wodurch freies Spielen seltener geworden ist. Zudem besitzen Kinder heute meist deutlich mehr und oft auch technisch aufwendigere Spielsachen. Früher waren einfache oder selbst gemachte Spielzeuge üblich.
Früher trafen sich Kinder meist draussen in Gruppen, heute spielen sie sowohl vor Ort als auch übers Internet miteinander, selbst wenn sie weit voneinander entfernt sind.
Fantasie ist weiterhin wichtig, doch während Kinder früher ihre Spiele oft selbst erfinden mussten, geben moderne Spiele und Apps häufig Regeln und Abläufe vor.
Insgesamt ist das Spielen heute technischer, strukturierter und vielfältiger geworden, während es früher freier, einfacher und stärker von der eigenen Fantasie geprägt war.
Was bleibt wichtig?
Kinder brauchen nach wie vor Spass und Freude am Spielen, denn das ist die Grundlage für ihre Entwicklung. Ebenso bleibt das gemeinsame Spielen bedeutsam, weil Kinder dabei lernen, mit anderen umzugehen, zu teilen und Konflikte zu lösen.
Auch Bewegung spielt weiterhin eine grosse Rolle. Ob drinnen oder draussen – Kinder müssen aktiv sein, um sich gesund zu entwickeln. Genauso wichtig ist die Fantasie, denn sie hilft Kindern, kreativ zu denken und eigene Ideen zu entwickeln, egal ob mit digitalen Spielen oder einfachen Gegenständen.
Schliesslich bleibt Spielen ein zentraler Teil des Aufwachsens. Es hilft Kindern, die Welt zu entdecken, Neues zu lernen und ihre Persönlichkeit zu entwickeln.
Früher, heute – Gummitwist ist unkaputtbar. (istock)
Lernmaterial für Schulklassen
Das Unterrichtsmaterial für Schulen ist derzeit in Vorbereitung. Schau doch später wieder vorbei.