Achtung, fertig, Lama!

Am 6. 3. 2026 warteten viele Acherhof-Bewohnende gespannt auf nicht ganz alltägliche Gäste. Es war schon die ganze Woche ein Thema und den Satz «Hesch ghört, am Friitig chömed Lama z Bsuech» hörte man oft.

Um 14  Uhr war es soweit, und im Acherhof fuhr ein Jeep mit Anhänger vor, aus dem die zwei wunderschönen Lama-Wallache Sirius und Chino stiegen. Zuerst wurden sie von Besitzerin Tanja und Begleiterin Brigitte gestriegelt, damit der gröbste Dreck auf dem Vorplatz blieb.

Anschliessend gingen die zwei Lamas direkt an die Réception und wollten ein Zimmer mit Meerblick buchen. Es wurde ausgehandelt, dass sie zuerst auf jeder Etage einen Augenschein nehmen, ob von dort aus die Aussicht auf den Vierwaldstättersee auch genüge.

So nahmen die Lamas und ihre Begleiterinnen den Lift und besuchten zuerst das Haus Franziskus. Dort wurden sie schon erwartet. Die Bewohnenden hatten grosse Freude an den Tieren und genossen es, die Vierbeiner zu streicheln und ihre Nähe zu spüren.

Nach einer Weile zog das Gespann weiter ins Alterszentrum und besuchte jede Abteilung. Mit jeder Liftfahrt wurde auch die Aussicht auf den Vierwaldstättersee besser. In den Stübli warteten ganz viele Bewohnende auf die speziellen Gäste. Es wurde ausgiebig gestreichelt, umarmt, gekuschelt und mit den zwei Lamas auch gesprochen. Es war sehr schön zu sehen, wie die Bewohnenden, aber auch die Tiere, die gemeinsame Zeit genossen.

Zudem wurden ganz viele Fragen zu den Lamas gestellt und kompetent beantwortet. Der braune Wallach heisst Sirion und ist achtzehn Jahre alt, der weisse Wallach heisst Chino und ist zehn Jahre alt. Ein Lama wird etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre alt.

Die farbigen Zötteli am Halfter sind bei Tanjas Herde zur Zierde. In ihrer Heimat Südamerika hat jede/r Lama-Besitzer/-in eine eigene Zöttelifarbe. So können die Tiere ganz einfach ihrer Besitzerschaft zugewiesen werden.

Lamas können auch spucken. Sie tun das aber nur, wenn sie sich bedroht fühlen oder um die Rangordnung in der Herde zu regeln.

Die Tiere genossen ihren Aufenthalt im Acherhof, Chino legte sich sogar auf den Boden, damit er die Streicheleinheiten noch besser empfangen und geniessen konnte. Anschliessend musste er zum Aufstehen richtig motiviert werden.

Für den Notfall hatten die beiden Lama-Betreuerinnen einen Eimer mit Schüfeli und Bäseli bereit, der aber nicht gebraucht wurde. Lamas sind sehr saubere Tiere und normalerweise stubenrein, was sie bei ihrem Aufenthalt im Acherhof eindrücklich bewiesen.

Nach zwei Stunden voll schöner Momente hiess es wieder Abschied nehmen. Es war für die vier Besucher/-innen Zeit, heim nach Flüeli- Ranft zu fahren. Bei der Réception wurde noch ein kurzer Schwatz gehalten und dann der Ausgang genommen. Trotz der schönen Aussicht vom Acherhof auf den Vierwaldstättersee wollten die Lamas doch lieber in ihren Stall zurück.

Es war für alle Teilnehmenden ein sehr schöner Nachmittag, der sicher noch lange in Erinnerung bleibt. Das weiche, kuschelige Fell und auch der spezielle Lama-Duft, der entfernt an Popcorn erinnert, geht nicht so schnell vergessen. Wir freuen uns schon heute auf den nächsten Besuch.

Text, Fotos: Katharina Helml, Aktivierungsfachfrau HF